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Fangquoten

Bild: Europabüro

EU-Fischereiminister legen Nordsee-Fangquoten für 2019 fest

Das kommende Jahr 2019 ist immens wichtig für die europäische Fischerei. Wir befinden uns auf der Zielgeraden – wie mit der EU-Fischereireform beschlossen — bis 2020 alle Bestände in Europa auf nachhaltigem Niveau zu befischen. Für den Atlantik und die Nordsee ist das zu schaffen, wenn die Ministerinnen und Minister bei der Festlegungen der Fangquoten am Dienstag (18. Dezember 2018) alle an einem Strang ziehen.

Aalverordnung umsetzen statt Fangverbot erlassen

Minister beschließen Fangquoten für die Nordsee Der Fischereirat der Europäischen Union wird am Dienstag, 12. Dezember 2017, die Nordseefangquoten für das Jahr 2018 festlegen. Die Fischereiminister müssen dabei auch über ein von der EU-Kommission vorgeschlagenes Aalfang-Verbot entscheiden. „Der europäische Aal muss dringend besser geschützt werden, das ist unbestritten. Ein völliges Fangverbot würde aber nicht nur die Aalfischer vor existenzielle Probleme stellen. Auch das starke ehrenamtliche Engagement beim gezielten Aussetzen junger Aale zum Bestandsaufbau wäre damit gefährdet“, warnt die SPD-Abgeordnete Ulrike Rodust aus dem Fischerei-Ausschuss des Europaparlaments. „Einschränkungen in der Seefischerei muss die EU deshalb mit Augenmaß fassen.“

Gesamteuropäische Lösung für den Aal notwendig

Fischereiminister müssen bei den Managementplänen dringend ihre Hausaufgaben machen Die Fischereiminister der Europäischen Union haben sich am Dienstagmorgen auf die Ostseefangquoten für 2018 geeinigt. In den rund 20-stündigen Verhandlungen in Luxemburg verständigten sich die Minister unter anderem darauf, die erlaubte Fangmenge für Hering in der westlichen Ostsee um 39 Prozent zu senken.

Einigung auf Nordsee-Quoten

Fangmöglichkeiten für Seelachs, Kabeljau und Makrele steigen Der Fischereirat der Europäischen Union hat in der Nacht zu Mittwoch die Nordseefangquoten für 2017 festgelegt. Während die Nordseefischer Kürzungen beim Schellfisch erwartet, steigen die erlaubten Fangmengen für Kabeljau und Makrele, besonders aber für Seelachs. „Hier blieben die Minister sogar hinter dem, was nach Empfehlung der Wissenschaft möglich gewesen wäre“, erläutert die SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust. „Dass hier nicht die volle Steigerung erfolgt, ist dabei sicher auch im Interesse der Fischer, die durch eine so drastische Anhebung eine Störung der Märkte befürchteten. Dass wir aber überhaupt so starke Ausschläge nach oben berücksichtigen müssen ist  natürlich ein gutes Signal. Zeigt es doch, dass gutes Fischereimanagement die Bestände entsprechend anwachsen lässt. In der Nordsee sind wir hier bei vielen Arten schon auf dem richtigen Weg. Anders sieht das im Nordost-Atlantik aus, wo die Fischereiminister leider erneut höhere Quoten festlegten, als von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wurden“, so Rodust.

Dorschfischer in der Krise unterstützen

Nach der einstimmigen Entscheidung der Fischereiminister vom Montagabend steht fest, dass den Dorschfischern an der westlichen Ostseeküste für das kommende Jahr eine Quotenkürzung von 56 Prozent bevorsteht. Die Fischereiminister blieben damit unter der wissenschaftlichen Forderung, die Quote für den westlichen Dorsch um über 80 Prozent zu senken. „Da der Fischereirat darüber hinaus allerdings auch Einschränkungen der Angelfischerei beschlossen hat, ist eine geringere Quotenkürzung vertretbar und war auch zu erwarten“, erläutert die schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Ulrike Rodust. Die SPD-Fischereipolitikerin hatte allerdings mindestens „mit einem Wert in den Sechzigern“ gerechnet. „Es bleibt zu hoffen, dass die Kombination der beiden Maßnahmen ausreicht, um die Dorschbestände zügig wieder aufzubauen.“

Ulrike Rodust

Keine politische Quote für Dorschfischerei

Betriebe an der Ostsee müssen in der Krise finanziell unterstützt werden Die Fischereiminister sollen sich bei der Festlegung der Fangquoten für die Ostsee-Fischerei an die Vorgaben des im Sommer verabschiedeten Managementplans halten. „Die schlechte Nachwuchsentwicklung beim westlichen Dorsch macht deutlich, dass sich die Fangmenge gerade für diesen Bestand an wissenschaftlichen Empfehlungen orientieren muss“, fordert Ulrike Rodust anlässlich der Tagung des Fischereirats am Montag, 10. Oktober in Luxemburg. Auch wenn die drohende Kürzung der Dorschquote die Ostseefischerei vor existentielle Probleme stellt, müsse das Ziel einer nachhaltigen Fischerei im Blick behalten werden, betont Rodust. Eine „politische Quote“, die der Berufsfischerei scheinbar entgegen kommt, wäre für die Ostseefischerei verheerend. „Die Existenz der meisten Betriebe sichert auch eine geringere Quotenkürzung nicht, denn selbst diese wäre für viele Fischer noch zu hoch“, ist sich die Fischereipolitikerin sicher.

Kurshalten bei den Nordseefangquoten

Der Fischereirat der Europäischen Union wird am Dienstag die Nordseefangquoten für 2016 festlegen. “Die Minister müssen den Fischern entgegenkommen, bei ihren Erwägungen aber die Ziele der Fischereireform weiter im Blick behalten. Sonst kommen wir auf unserem Weg zu einer nachhaltigen Fischerei vom Kurs ab“, warnt die SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust im Vorfeld der Entscheidung.

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