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Aal

Aalverordnung umsetzen statt Fangverbot erlassen

Minister beschließen Fangquoten für die Nordsee Der Fischereirat der Europäischen Union wird am Dienstag, 12. Dezember 2017, die Nordseefangquoten für das Jahr 2018 festlegen. Die Fischereiminister müssen dabei auch über ein von der EU-Kommission vorgeschlagenes Aalfang-Verbot entscheiden. „Der europäische Aal muss dringend besser geschützt werden, das ist unbestritten. Ein völliges Fangverbot würde aber nicht nur die Aalfischer vor existenzielle Probleme stellen. Auch das starke ehrenamtliche Engagement beim gezielten Aussetzen junger Aale zum Bestandsaufbau wäre damit gefährdet“, warnt die SPD-Abgeordnete Ulrike Rodust aus dem Fischerei-Ausschuss des Europaparlaments. „Einschränkungen in der Seefischerei muss die EU deshalb mit Augenmaß fassen.“

Europäischer Aal

„Alarmierende Bestandsentwicklung beim Aal“

Europäisches Parlament will Erhaltungsmaßnahmen der EU-Mitgliedstaaten strenger überwachen: Der europäische Aalbestand muss laut Fischerei-Experten dringend besser geschützt werden. Das hat das Europäische Parlament am Mittwoch in Straßburg klargestellt. Die Europäische Kommission soll deshalb hierzu kurzfristig einen neuen Gesetzesvorschlag vorlegen. „Der Aal ist in seinem Bestand existenzgefährdet und wenn man die Fangzahlen für Glasaal, also die Jungtiere, im Atlantik betrachtet, sieht man, dass auch die Bestandsentwicklung alarmierend ist“, betont die fischereipolitische Koordinatorin der sozialdemokratischen Fraktion, Ulrike Rodust.

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