„Schluss mit dem Quotengeschacher!“

Ostseefischer brauchen Planungssicherheit, um nachhaltig und erfolgreich arbeiten zu können. „Deshalb brauchen wir endlich mehrjährige Managementpläne für die Fischbestände“, fordert die SPD-Europaabgeordnete Ulrike RODUST anlässlich des am Donnerstag tagenden Fischereirates.

„Mit veralteten Ritualen, wie dem jährlichen Quotengeschacher, lässt sich zukunftsfähige Fischerei in Europa nicht gestalten – wann wird das endlich auch dem letzten Fischereiminister klar?“, fragt Ulrike RODUST. Die EU-Fischereiminister werden bei ihrem Treffen in Luxemburg die Ostsee-Fangquoten für das kommende Jahr festlegen. Sie gelten für die zehn wichtigsten kommerziellen Fischbestände, darunter Lachs, Hering, Sprotte, Scholle und Dorsch.

„Natürlich können sich die Fischereiminister sicher sein, dass ihre Beschlüsse – wie jedes Jahr – mit Spannung erwartet werden“, sagt Fischereiexpertin Ulrike RODUST. „Fortschrittliche Politik für eine nachhaltige und erfolgreiche Fischerei kommt aber sehr gut ohne dieses Spannungsmoment aus. Was wir dringend brauchen, sind Managementpläne, die die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände über mehrere Jahre im Blick haben“, betont die SPD-Fischereiexpertin.

Nach ihrer Einschätzung hätten die Trilog-Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament, EU-Kommission und Rat zu einem solchen Mehrjahresplan für die Ostseefischerei bereits im Juni problemlos abgeschlossen werden können. „Leider sah sich der Rat aber außerstande, sich klar zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Fischbestände zu bekennen. Deshalb sind die Trilog-Verhandlungen vorerst gescheitert. Damit wurde den Ostseefischern die dringend benötigte langfristige Planungssicherheit verwehrt“, bedauert Ulrike RODUST.

„Jetzt müssen alle zügig wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, um eines der Ziele der gemeinsamen Fischereireform umzusetzen und statt des unwürdigen Quotengeschachers endlich langfristig für eine optimale Befischung zu sorgen“, fordert Ulrike RODUST.